Pellets sind von einem Lagerfeuer so weit entfernt wie Dubai von der Unabhängigkeit vom Öl. Mit Pellets zu heizen ist wenig abenteuerlich. Man bestellt rechtzeitig Brennstoff, schaut gelegentlich nach dem Rechten und dreht die Heizung auf, wenn einem kalt ist. Nur für die Umwelt ist man der Held.
Die ultimative Lösung für alle, die mit gutem Gewissen sparsam heizen wollen
In den nächsten Jahren werden Millionen alter Heizanlagen in Deutschland ausgetauscht. Pellets können sowohl in Kaminöfen als auch in Zentralheizungsanlagen verwendet werden. Pelletheizanlagen sind einfach in der Handhabung und ermöglichen ein komfortables Heizen.
Ob Neubau oder Sanierung, der Austausch eines Heizsystems durch einen Pelletkessel ist in der Regel völlig unkompliziert. Ein Umstieg von Öl auf Pellets bietet sich an, da vorhandene Tankräume auch weiterhin genutzt werden können.
Die Pellet-Lagerung erfolgt meistens in einem trockenen Kellerraum, der nicht viel größer als ein normaler Öltankraum sein muss. Pellets werden üblicherweise einmal im Jahr durch ein Silofahrzeug angeliefert und in den Lagerraum eingeblasen. Steht kein Kellerraum zur Verfügung, gibt es andere Lagerungsmöglichkeiten wie Erdtanks oder flexible Lagerbehälter.
Welche Arten von Pelletheizungen gibt es?
Einzelöfen
- meist mit Sichtfenster
- gemütlich wie ein Kamin
- zum Befüllen von Hand
Einzelöfen mit Wassertasche
- kombiniert mit Warmwasseraufbereitung und Gebäudeheizung
- kleiner Vorratstank für die Pellets (im Schnitt einmal pro Woche zu befüllen)
Zentralheizungen
- für Ein- und Mehrfamilienhäuser
- vollautomatische Heizungsanlage und Beschickung
- Lager mit Pellets, einmal im Jahr zu befüllen
Die Wartung?
Gelegentlich im Bunker Staub saugen. Und den Garten düngen.
Beim Verbrennen von Holz entsteht naturgemäß Asche. Das ist auch bei Pelletheizungen nicht anders. Es ist nur weniger. Allerdings sollte man wirklich nur Pellets nach DINplus oder ENplus A1 einkaufen. Die hinterlassen pro Tonne gerade einmal 0,5 % Asche und verhindern durch ihren hohen Ascheschmelzpunkt die sogenannte Versinterung, also die Bildung von Schlacke im Brennraum, was zu Störungen der Heizung führt.
Was die Heizung auch lahm legt, ist zu viel Abrieb oder Staub. Denn der verstopft beispielsweise Förderschnecken. Auch deshalb sollte man auf Pellets, die den Normen von DINplus oder ENplus A1 entsprechen, zurückgreifen. Denn hier ist der Abrieb gering. Aber trotzdem: Vor jeder neuen Pelletlieferung den Lagerraum aussaugen ist Pflicht - wenig Arbeit für viel saubere Wärme.

